Senf und Gesundheit

Die medizinische Wirkung des Senf

 

Seine Karriere begann der Senf nicht als Genussmittel, sondern als Heilmittel.
Die gesundheitliche Wirkung des Senf ist aber etwas in Vergessenheit geraten. In der letzten Zeit sind die positiven Eigenschaften, die der Senf auf unseren Körper ausübt, wiederentdeckt worden.
Bekannt ist noch das Senfpflaster aus der Apotheke das man bei Rheuma und ähnlichen Krankheiten anwendet. Das Pflaster enthält Senfmehl, das die Durchblutung der Haut und der darunter liegenden Organe fördert. Man kann sich aber auch selbst einen Senfwickel bereiten der die gleiche Wirkung hat. Dazu werden gelbe Senfkörner gemahlen und mit Wasser zu einem dicken Brei angerührt. Bei rheumatischen Beschwerden oder Gelenkschmerzen trägt man diesen Senfbrei auf die schmerzenden Stellen auf und deckt das Ganze mit einem Tuch ab. Bei Augen- oder Ohrenschmerzen wird der Wickel auf den Nacken gelegt. Bei Atemwegerkrankungen kommt der Wickel auf die Brust. Die Wickel, solange einwirken lassen bis die Haut sich rötet, die Stelle wird dann mit warmen Wasser abgewaschen und warmgehalten. Der Senfbrei muss jedes Mal frisch zubereitet wird.

Achtung: Senfwickel nicht zulange aufliegen lassen, dies kann zu Verbrennungen der Haut führen!

Wer unter kalten Füßen leidet oder Kreislaufprobleme hat, sollt einmal ein Fußbad aus 5 Litern warmen Wasser und 50g Senfmehl probieren. Die heilende Wirkung des ätherischen Senföls macht sich auch hier durch Brennen auf der Haut bemerkbar. Bei zu hohem Blutdruck sollte man auf diese Wohltat allerdings verzichten.
Auch der Senf als Gewürz hat seine Wirkung. Die medizinische Forschung hat herausgefunden, dass Senf nicht nur die Produktion von Verdauungssekreten im Magen und Darm günstig beeinflusst und die Darmbewegung anregt, sondern dass er auch auf den Blutdruck regulierend einwirkt. Zudem hat Senf eine antibiotische Wirkung, er ist entzündungshemmend, was man auch daran sieht, dass Senf keine Konservierungsstolle zur Haltbarmachung braucht.
Eine ältere Dame erzählte mir einmal, dass Sie jeden Morgen einen Esslöffel in warmen Wasser eingeweichter gelber Senfkörner zu sich nimmt und seitdem keinen erhöhten Cholesterinwert mehr hat.
Dies hier sind nur einige beispielhafte Anwendungen. Vor jeder Anwendung sollte man auf jeden Fall mit dem Arzt oder Apotheker über die Dossierung etc. reden.

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